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Ensemble

Vorstoß in das Nicht-Vertraute oder Neugier auf noch nicht ausgetretene Pfade, so könnte man die Programme des Freiburger

Kammerensembles Holst-Sinfonietta charakterisieren.

Der Name des Ensembles geht auf den englischen Komponisten Gustav Holst (1874–1934) zurück. Die Holst-Sinfonietta wurde 1996 von ihrem Dirigenten Klaus Simon gegründet, und setzt sich aus versierten Instrumentalisten aus dem süddeutschen Raum zusammen. Darüber hinaus verfügt die Holst-Sinfonietta mit Felix Dreher seit 2003 über einen eigenen Tonmeister und Grafiker in Personalunion.

Der Ehrgeiz, nicht alltägliche und anspruchsvolle Konzertprogramme mit hochwertiger Musik ohne stilistische Schranken anzubieten, war von Anfang an eine wichtiger Stimulus für das Orchester. Dabei werden auch auch bewusst die Grenzen zum Jazz-/Pop- und Rockbereich ausgelotet. Das belegen u.a. Freiburger Erstaufführungen von Werken prominenter Komponisten wie Steve Reich, Terry Riley, John Adams, Joseph Schwantner, HK Gruber, Mark-Anthony Turnage, u.a.

Die Qualität der ausgewählten Kompositionen und ihrer sinnvollen Kombination in einer originellen Programmkonzeption steht bei der Konzertplanung der Holst-Sinfonietta an höchster Stelle. Seit Gründung besteht eine enge Verbindung mit der Young Opera Company Freiburg (YOC), die in ihrem Bestreben Meisterwerke des Musiktheaters aufzuspüren und -führen, mit der Holst-Sinfonietta einen idealen Klangkörper an sich binden konnte.

Seit 1999 entstanden diverse Rundfunk- und CD-Aufnahmen für Sender wie SWR2, BR4Klassik, Radio DRS2 bzw. für die Labels Naxos, Spektral, cpo und Ars Musici, u.a. die Ersteinspielung des letzten Bühnenwerks Die Stumme Serenade von E. W. Korngold.

2008 gab die Holst-Sinfonietta ihr Debut im ZKM in Karlsruhe mit der Uraufführung von Thomas Hummels Aus Trachila für Sprecher und großes Ensemble. Im gleichen Jahr entstand ferner in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk eine CD-Aufnahme unter dem Titel Pierrot Cabaret(!)-aire mit Werken von Schönberg (Pierrot Lunaire), Britten und Hollaender.

Im Oktober 2009 entstand die CD-Aufnahme mit Kammerensemblewerken von B. Martinů (La Revue de Cuisine, Cembalokonzert, Musique de Chambre No. 1 und Les Rondes) für Naxos. Ein Mitschnitt dieses Programms sendete SWR2 live.

Einen großen Erfolg wurde das jüngste Programm mit Werken von Steve Reich und Terry Riley im Januar 2010. „Das solchermaßen perfekt geführte Ensemble dringt in die Schichten der Musik ein, lässt keine – vielfach befürchtete – Monotonie aufkommen.“ schrieb die Badische Zeitung in ihrer Konzertbesprechung. Teile dieses Programms (Steve Reich: Eight Lines, City Life u.a.) wurden für Naxos auf CD produziert.

Zukünftige Projekte werden sich mit dem Werk Samuel Barbers, Gustav Mahlers, John Adams' und polnischen Komponisten des 20. Jh. auseinander setzen.



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